"Talente entdecken"

34. Berufsbildungs-Forum in Fulda

 

Um Talente zu entdecken, so das Motto des 34. Berufsbildungs-Forums der Mediadidact, machten sich die Ausbilder und Personalentwickler aus dem deutschen Lebensmittelhandel in diesem Jahr auf den Weg nach Fulda.

Und die mehr als 60 Teilnehmer aus den Zentralen und Regionalgesellschaften praktisch aller maßgeblichen Handelsbetriebe unterzogen sich der Suche auf höchst ungewöhnliche Weise: Da ging es etwa um angewachsene Ohrläppchen, schmale Nasenrücken oder ausgeprägte Stirnpartien.

Winfried Ducke, seit mehr als 30 Jahren als Naturheilkundler und Physiognom aktiv, nahm die Zuhörer mit auf eine spannende Reise in die Wissenschaft zu den äußerlichen Erscheinungsmerkmalen von Menschen und speziell ihrer charakteristischen Gesichtszüge.

Schon die Kopfform ließe Rückschlüsse auf die Fähigkeiten und Neigungen von Personen zu, so Ducke, der auch den ein oder anderen Gast aus dem Publikum treffend analysierte. Sein Credo: Den Gegenüber viel stärker wahrnehmen und ihn entsprechend seines Naturells einsetzen!

Nicht minder spannend war der Workshop von Ortrud Tornow, die den Teilnehmern die ganz offensichtlich drängende Frage „Wie tickt die neue Generation?“ zunächst theoretisch und dann ganz praktisch und spielerisch beantwortete.

Auch die Trainerin und Beraterin lieferte handfeste Tipps, wie man junge Menschen ansprechen, motivieren und führen kann.

Dritter inhaltlicher Schwerpunkt des diesjährigen Personalertreffens im „Morgensternhaus“, den nagelneuen Seminarräumen der WEG-Stiftung, waren die Konzepte und Strategien von Tegut.

Der regional überaus erfolgreiche Lebensmittelhändler, der seit 2013 zur Migros Zürich gehört, hat seine Firmenzentrale in Fulda und engagierte sich bei der 34. Auflage als Kooperationspartner der traditionsreichen Veranstaltung.

Die Teilnehmer erlebten Tegut auf jeden Fall in Theorie und Praxis: Karl-Heinz Brand, der in der Geschäftsleitung den Bereich Personelles verantwortet, präsentierte die maßgeblichen Unternehmenskennzahlen, Eva-Maria Eckart die Besonderheiten in der Ausbildung.

Anschließend konnten sich die Gäste im soeben erst eröffneten Markt in Dipperz, dem neuesten im Stammgebiet Fuldaer Land, auf der Verkaufsfläche selbst überzeugen.

Das war bei weitem nicht der einzige Sightseeing-Höhepunkt im dicht gedrängten Programm der eineinhalbtägigen Veranstaltung: Auch die Firma Desietra öffnete ihre Türen für das Berufsbildungs-Forum.

Dass in Osthessen, unscheinbar im Gewerbegebiet, einer der größten Kaviarproduzenten Europas seinen Sitz hat, sorgte ebenso für Überraschung und Staunen, wie die Besichtigung der eindrucksvollen Fischmanufaktur mit ihren riesigen Aquakulturbecken selbst.

Geschäftsführer Jörg-Michael Zamek ließ es sich nicht nehmen, den beeindruckten Gästen alles, aber auch wirklich alles über den Stör als Kaviarlieferant und unterschätzte Delikatesse im Frischfischangebot zu berichten.

Bei Rhöner Spezialitäten fand der Gedankenaustausch am Abend eine lebhafte Fortsetzung und auch über die Fuldaer Attraktionen, wie Dom und Stadtschloss, durften im Besuchsplan nicht fehlen. Schließlich ist das Berufs- immer auch ein wenig Allgemeinbildungs-Forum…