25. Berufsbildungs-Forum in Berlin
23.11.2009
Das Berufsbildungs-Forum der MediaDidact ist als Ort des Austauschs und der Weiterbildung konzipiert. Es verschafft den Ausbildern und Weiterbildungsfachleuten im Handel die Gelegenheit, neue Trends zu verfolgen und mit ihren Kolleginnen und Kollegen über aktuelle Themen zu diskutieren. Netzwerkarbeit ist ein wichtiger Aspekt dabei, aber auch der menschliche Faktor kommt nicht zu kurz.
All dies konnten die Teilnehmer des 25. Berufsbildungs-Forums mit dem Thema Grenzen der Ausbildung - oder Ausbildung grenzenlos? erleben. Als Jubiläumsveranstaltung fand es in Berlin statt, denn in Berlin wurde - ein weiteres Jubiläum - vor 80 Jahren der Albrechtverlag gegründet, dessen Tochterfirma die MediaDidact GmbH ist.
Zur Kulisse der Hauptstadt, im Wortsinn, denn vom Tagungsraum im Hotel Jolly Vivaldi in der Friedrichstraße hatten die Teilnehmer den Blick auf Berlin, passte das Grenzen überschreitende Thema.
Oliver Albrecht begann den Tag mit einem Rückblick auf 80 Jahre Albrechtverlag, die Geschichte eines Unternehmens, das, in Berlin gegründet, von der innerdeutschen Grenze betroffen, nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde und sich erfolgreich den Herausforderungen stellt, die der technische Wandel ebenso wie die Globalisierung mit sich bringen.
Uwe Kleinert von der Coca-Cola GmbH sprach anschließend darüber, wie sich Coca-Cola als internationales Unternehmen angesichts der aktuellen Debatte um gesunde Lebensweise aufstellt. Die Aufklärung populärer Irrtümer kam hier ebenso zur Geltung wie die Präsentation der vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens zur Förderung von Sport und Bewegung oder der Verzicht auf Werbung an Schulen.
Wie Auszubildende im Lebensmittelhandel Grenzen überschreiten, um die Ausbildung in europäischen Nachbarländern kennen zu lernen, schilderte mitreißend Thomas Maier von der Edeka Südwest in seinem Praxisbericht "Liebesschüler - ein Projekt grenzüberschreitender Ausbildung". Diese Initiative fand großen Anklang. Auch in anderen Unternehmen werden vergleichbare Aktivitäten zunehmen.
"Lügt man im Deutschen, wenn man höflich ist" Diese Frage warf die Unternehmens- und Menschenberaterin Dörte Mäder auf. Ihr Beitrag zeigte, dass perfekte Umgangsformen die Verkehrsregeln der Gesellschaft sind. Lebhafte, durchaus kontroverse Debatte im Anschluss.
Um die Überwindung persönlicher Grenzen ging es bei Jonas Ritters Ausführungen über ein System, mit dessen Hilfe selbst eine schier überwältigende Menge von Aufgaben, Verpflichtungen, Vorhaben auch bei unerwarteten Wendungen zuverlässig und zugleich entspannt und gelassen erledigt werden können. Wie man mit Hilfe dieses Systems einen freien Kopf bekommt, demonstrierte der Referent eindrucksvoll zu Beginn, indem er zwanzig Begriffe von den Teilnehmern nennen ließ und sie mühelos jederzeit aus dem Gedächtnis abrufen konnte. Herr Ritter wies darauf hin, dass der Gebrauch dieses Systems am Anfang viel Mühe machen und schwierig sein werde, aber sich nach längerer Anwendung als hilfreich bewähre. Ein Ansporn, es in die Tat umzusetzen.
Berliner Pflaster unter den Füßen, Berliner Luft in der Nase, und dann hoch hinaus. Ein Spaziergang durch die Friedrichstraße und Unter den Linden führte zum Berliner Fernsehturm. Der Blick auf die Hauptstadt von oben zeigte sie als lebendige, große Baustelle mit vielen Herausforderungen. Erholung brachte der Abend. In einem Quiz über Slogans und Jingles konnten alle zeigen, wie gut sie mit der Werbung für die Waren vertraut sind, die ihre Firmen verkaufen.
Schon beim 4. Berufsbildungs-Forum 1984 war E-Learning (auch wenn es damals noch nicht so hieß) ein Thema. Seither hat es uns stets begleitet. Diesmal berichtete Michael Preuß über den erfolgreichen Einsatz von E-Learning in der Praxis bei Rewe Nord. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigte sich in der angeregten Debatte und dem lebhaften Erfahrungsaustausch.
Nachdem Jürgen Walla einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Berufsbildungs-Forum gegeben und Cornelia Gleich Neues von der MediaDidact vorgestellt hatte, ging es noch einmal hart zur Sache. Die Umsetzung des neuen Berufsbildes, vor allem in der Prüfung, brennt allen auf den Nägeln. Erfahrungsberichte aus den Unternehmen, aus der Sicht der Industrie- und Handelskammer - bloß die Schule war nicht vertreten - zeigten, dass hier noch lange nicht Klarheit geschaffen ist und weiterhin Handlungsbedarf besteht. Nach wie vor wird in der Not auf die alte Prüfungsordnung zurückgegriffen, und der förderale Aufbau der Bundesrepublik führt trotz bundeseinheitlicher Regelung zu unterschiedlicher Handhabung in den Kammerbezirken und Ländern, z. B. was das Berichtsheft als Voraussetzung der Prüfungszulassung betrifft. Die Rechtslage ist klar - die Umsetzung unterschiedlich. Die aktuelle Stunde hat sich hier erneut als ein wichtiger Bestandteil des Berufsbildungs-Forums erwiesen.
Anregend, informativ und gesellig war es. So soll es sein, und so wird es bleiben.
All dies konnten die Teilnehmer des 25. Berufsbildungs-Forums mit dem Thema Grenzen der Ausbildung - oder Ausbildung grenzenlos? erleben. Als Jubiläumsveranstaltung fand es in Berlin statt, denn in Berlin wurde - ein weiteres Jubiläum - vor 80 Jahren der Albrechtverlag gegründet, dessen Tochterfirma die MediaDidact GmbH ist.
Zur Kulisse der Hauptstadt, im Wortsinn, denn vom Tagungsraum im Hotel Jolly Vivaldi in der Friedrichstraße hatten die Teilnehmer den Blick auf Berlin, passte das Grenzen überschreitende Thema.
Oliver Albrecht begann den Tag mit einem Rückblick auf 80 Jahre Albrechtverlag, die Geschichte eines Unternehmens, das, in Berlin gegründet, von der innerdeutschen Grenze betroffen, nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde und sich erfolgreich den Herausforderungen stellt, die der technische Wandel ebenso wie die Globalisierung mit sich bringen.
Uwe Kleinert von der Coca-Cola GmbH sprach anschließend darüber, wie sich Coca-Cola als internationales Unternehmen angesichts der aktuellen Debatte um gesunde Lebensweise aufstellt. Die Aufklärung populärer Irrtümer kam hier ebenso zur Geltung wie die Präsentation der vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens zur Förderung von Sport und Bewegung oder der Verzicht auf Werbung an Schulen.
Wie Auszubildende im Lebensmittelhandel Grenzen überschreiten, um die Ausbildung in europäischen Nachbarländern kennen zu lernen, schilderte mitreißend Thomas Maier von der Edeka Südwest in seinem Praxisbericht "Liebesschüler - ein Projekt grenzüberschreitender Ausbildung". Diese Initiative fand großen Anklang. Auch in anderen Unternehmen werden vergleichbare Aktivitäten zunehmen.
"Lügt man im Deutschen, wenn man höflich ist" Diese Frage warf die Unternehmens- und Menschenberaterin Dörte Mäder auf. Ihr Beitrag zeigte, dass perfekte Umgangsformen die Verkehrsregeln der Gesellschaft sind. Lebhafte, durchaus kontroverse Debatte im Anschluss.
Um die Überwindung persönlicher Grenzen ging es bei Jonas Ritters Ausführungen über ein System, mit dessen Hilfe selbst eine schier überwältigende Menge von Aufgaben, Verpflichtungen, Vorhaben auch bei unerwarteten Wendungen zuverlässig und zugleich entspannt und gelassen erledigt werden können. Wie man mit Hilfe dieses Systems einen freien Kopf bekommt, demonstrierte der Referent eindrucksvoll zu Beginn, indem er zwanzig Begriffe von den Teilnehmern nennen ließ und sie mühelos jederzeit aus dem Gedächtnis abrufen konnte. Herr Ritter wies darauf hin, dass der Gebrauch dieses Systems am Anfang viel Mühe machen und schwierig sein werde, aber sich nach längerer Anwendung als hilfreich bewähre. Ein Ansporn, es in die Tat umzusetzen.
Berliner Pflaster unter den Füßen, Berliner Luft in der Nase, und dann hoch hinaus. Ein Spaziergang durch die Friedrichstraße und Unter den Linden führte zum Berliner Fernsehturm. Der Blick auf die Hauptstadt von oben zeigte sie als lebendige, große Baustelle mit vielen Herausforderungen. Erholung brachte der Abend. In einem Quiz über Slogans und Jingles konnten alle zeigen, wie gut sie mit der Werbung für die Waren vertraut sind, die ihre Firmen verkaufen.
Schon beim 4. Berufsbildungs-Forum 1984 war E-Learning (auch wenn es damals noch nicht so hieß) ein Thema. Seither hat es uns stets begleitet. Diesmal berichtete Michael Preuß über den erfolgreichen Einsatz von E-Learning in der Praxis bei Rewe Nord. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigte sich in der angeregten Debatte und dem lebhaften Erfahrungsaustausch.
Nachdem Jürgen Walla einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Berufsbildungs-Forum gegeben und Cornelia Gleich Neues von der MediaDidact vorgestellt hatte, ging es noch einmal hart zur Sache. Die Umsetzung des neuen Berufsbildes, vor allem in der Prüfung, brennt allen auf den Nägeln. Erfahrungsberichte aus den Unternehmen, aus der Sicht der Industrie- und Handelskammer - bloß die Schule war nicht vertreten - zeigten, dass hier noch lange nicht Klarheit geschaffen ist und weiterhin Handlungsbedarf besteht. Nach wie vor wird in der Not auf die alte Prüfungsordnung zurückgegriffen, und der förderale Aufbau der Bundesrepublik führt trotz bundeseinheitlicher Regelung zu unterschiedlicher Handhabung in den Kammerbezirken und Ländern, z. B. was das Berichtsheft als Voraussetzung der Prüfungszulassung betrifft. Die Rechtslage ist klar - die Umsetzung unterschiedlich. Die aktuelle Stunde hat sich hier erneut als ein wichtiger Bestandteil des Berufsbildungs-Forums erwiesen.
Anregend, informativ und gesellig war es. So soll es sein, und so wird es bleiben.


