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24. Berufsbildungs-Forum in Bozen

24.11.2009
Umgeben von Weinbergen und Obstbäumen, umrahmt von der imposanten Kulisse der Dolomiten und verwöhnt von Südtiroler Gastlichkeit fand das 24. Berufsbildungs-Forum in Bozen statt. Im Zentrum stand das Thema: "Die richtigen Mitarbeiter suchen, finden und fördern."
Der Hauptreferent Stefan Dietl, Leiter Kaufmännische Ausbildung der Festo AG, zeigte auf, wie neue Wege in der Personalentwicklung Effizienz steigern und das Kostenmanagement befördern (vgl. Zusammenfassung). Sein mitreißender Vortrag ließ erkennen, was in der Industrie möglich ist - und im Handel möglich sein kann, denn, sich auf die sprichwörtliche Sparsamkeit der Schwaben berufend, brachte er viele Anregungen für Maßnahmen, die "nicht die Welt kosten", aber eine Menge bringen.
Ob es um die Bewerberansprache, um die Beurteilung und Auswahl, um die Umsetzung in dezentralen Lernstrukturen oder um die Unterstützung der Ausbilderinnen und Ausbilder vor Ort, in den Filialen geht, Dietls Ausführungen aus der Praxis für die Praxis waren nah am Leben und ausgesprochen hilfreich, ebenso wie die Handouts von Formblättern, die unmittelbar oder abgewandelt in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden können. Als Vollblutausbilder steckte er mit seiner Begeisterung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, so dass sie dem intensiven, anspruchsvollen Vortrag den ganzen Tag lang mit höchster Aufmerksamkeit folgten. (vgl. auch "Spuren hinterlassen" - ein Resümmee von Herrn Dietl.)
Über die aktuelle Entwicklung im Lebensmittelhandel referierte Klaus Mehler, Chefredakteur der "Rundschau für den Lebensmittelhandel", der nachwies, wie sich die Handelslandschaft zunehmend in zwei beherrschende Verkaufstypen, Vollversorger (Discounter und discountnahe Geschäfte) und Vollsortimenter, differenziert und Zwischentypen verschwinden. Er legte dar, welche Schlussfolgerungen sich daraus für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben. Die Rückkehr zur Wertschätzung bei Lebensmitteln, die Abkehr vom Preiskampf wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Auf großes Interesse stieß die Erläuterung des neuen Auswahlverfahrens für die Elitekandidaten von GRIPS & CO, das für mehr Transparenz und eine gerechtere Chancenverteilung sorgen soll. Alle sind auf die Umsetzung gespannt.
Das Institut für Wirtschaftsförderung der Handelskammer Bozen und das Consortium Südtiroler Speck hatten als Gastgeber mit einer instruktiven Führung durch die traditionelle, in einem Kloster angesiedelte Weinkellerei Muri Gries und einem traditionellen Südtiroler Abend mit reichlich Speis, Trank und witzig-deftiger Unterhaltung aufs Beste fürs Wohl der Gäste gesorgt. Gerne werden sie sich an die Südtiroler Gastfreundschaft erinnern. In einem kleinen Quiz konnten sie beweisen, was sie über Südtirol wissen.
Verleger und Geschäftsführer Oliver Albrecht präsentierte mit seinen Mitarbeitern Cornelia Gleich und Jürgen Walla Neues aus der MediaDidact. Das Warenkundebuch "Lust auf Lebensmittel", die geplante modulare Abstimmung der bewährten Basistrainer auf dieses Buch, unser neuer PfadFinder (Mind Maps zur Prüfungsvorbereitung), die Schaffung einer Plattform für den Austausch von Material und Informationen durch die Ausbildungsverantwortlichen der Firmen sowie ein neues elektronisches Portal zur gleichen Nutzung im Netz zeigten eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die die MediaDidact anbietet, um die Bildungsverantwortlichen in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Uwe Weinreich von der Weinreich Unternehmensberatung präsentierte das von seiner Firma entwickelte SMS Coaching: das Nacharbeiten von Seminarinhalten per SMS. Diese Form der "Nachschulung" wird sehr gut angenommen, das Medium ist akzeptiert und funktioniert. Für viele der in Bozen vertretenen Firmen ein ausgesprochen interessantes Thema, zumal das Medium Handy bei Jugendlichen sozusagen die erste Wahl ist.
Unbedingt fortsetzen! Diese Forderung stand am Ende der "aktuellen Stunde", die sich mit der Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung und den entsprechenden Prüfungen befasste. In der Diskussion erwies sich, wie vieles noch unklar ist. Von "alter Wein in neuen Schläuchen" bis zu "komplett und effektiv umgesetzt" reichten die Erfahrungsberichte aus den Kammerbezirken. Wir werden dranbleiben und bestimmt wird das Thema auf der Agenda des nächsten Forums stehen.
Im Nu waren die zwei Tage vergangen, die Zeit zum Gedankenaustausch und auch zum Plausch wie immer gut genutzt und wie immer zu kurz. Das nächste Berufsbildungs-Forum wird das 25. sein, gekoppelt mit dem 80. Jubiläum des Albrechtverlages. Wir werden dies in gebührendem Rahmen berücksichtigen und hoffen auf zahlreiche interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Folgende Bilder gibt es zur Veranstaltung:
 

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